Vortrag an der Universität Leipzig:
Der Buchdeckel als narratives Fenster?
Verlage und Museen im Zeitalter des Digitalen.

Der Buchdeckel als narratives Fenster?
Verlage und Museen im Zeitalter des Digitalen.

„Museen und Verlage sind nicht nur angestammte Repräsentanten des traditionellen und damit analogen Kultursektors, sondern sie beziehen ihr Selbstbild geradezu aus dem Analogen, dem Stofflichen, dem Materiellen. Leipzig ist ein traditionsreicher Standort sowohl des Verlagswesens, der Buch- und Druckkunst als auch des Museumswesens. Ein idealer Ort also, um über die digitale Transformation proaktiv nachzudenken – um das Digitale weniger als Bedrohung sondern vielmehr als neuen Denk- und Gestaltungsraum aufzufassen. Gleichwohl gilt es, die guten (analogen) Fundamente der jeweiligen Branchen so in das Digitale zu übersetzen, dass neue auratische und authentische Formen, Vokabularien, Grammatiken – mithin neue Sprachen – entstehen.“
(Dr. Matthias Henkel)

Die Einladung zum Vortrag am 30. März in Leipzig basiert auf einer Kooperation zwischen der Universität Leipzig und der Leipzig School of Media.

Mit der Digitalisierung der Wirtschaft verändert sich auch die Buchbranche. Dies betrifft nicht nur die Ergänzung des klassischen Buchs durch verschiedene elektronische Formen, sondern auch den gesamten Publikationsprozess – von der Manuskriptsuche und der Herstellung über die Vermarktung bis hin zum Vertrieb. Gerade kleineren Verlagen fehlen gegenüber den großen Verlagshäusern die Ressourcen zum Aufbau der notwendigen Lösungen und Infrastrukturen. Hier setzt das Projekt „Fit for Digital Publishing“ (FiDiPub) ab August 2016 an. Es möchte gezielt die Möglichkeiten der Digitalisierung für Kleinverlage erschließen, damit sich diese erfolgreich im digitalen Strukturwandel positionieren können.

Im Mittelpunkt des Projekts steht der Aufbau medialer Kompetenzen bei den Akteur*innen, die Konzeption und prototypische Umsetzung unterstützender Teilkomponenten für cloudbasierte Plattformen sowie die Erforschung von Handlungs-, Ertrags- und Innovationsmöglichkeiten für Klein- und Kleinstverlage (KKV). Die KKV sollen dadurch neue, ressourcensparende Wege zum Aufbau und zur Nutzung digitaler Kundeninteraktionsformen sowie zur Herstellung und dem Vertrieb alternativer Medienformate in digitalen Kanälen erhalten. Dabei konzentriert sich FiDiPub zunächst auf den Standort Sachsen und insbesondere die in und um Leipzig angesiedelten Unternehmen.

Das interdisziplinäre Projektkonsortium beinhaltet neben dem Lehrstuhl für Anwendungssysteme der Universität Leipzig und dem Institut für Angewandte Informatik (InfAI) auch Kernpartner der Leipziger Mediendienstleistungsbranche, wie die Leipzig School of Media, IT Sonix und zwonull media. FiDiPub arbeitet eng mit dem assoziierten Partnernetzwerk der KKV und dem Social CRM Research Center zusammen, um mit hohem methodischen und technologischen Know-how praxisnahe Lösungsansätze zu erarbeiten und für alle Beteiligten eine nachhaltige Qualifizierung im Bereich Digital Publishing zu erreichen.

 

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